Management

SPSW-Partner persönlich – Robert Suckel

Als Jugendlicher entdeckte Robert Suckel sein Interesse für die Börse und begann bereits früh mit Aktien zu handeln. Sein größtes Hobby hat er zum Beruf gemacht. Während seiner knapp 15-jährigen Tätigkeit als geschäftsführender Gesellschafter der von ihm mitgegründeten Firma SES (Research und Investmentbanking)  lernte Robert Suckel mehrere hundert börsennotierte Gesellschaften intensiv durch Firmenbesuche und in persönlichen Gesprächen mit deren Vorständen kennen.

Welche für die Strategie von SPSW bedeutsamen Fähigkeiten bringen Sie ein?

Aus meiner Tätigkeit bei SES bringe ich ein breites Netzwerk auf der Investoren- und der Unternehmensseite mit. Die meisten deutschen Small- und Midcaps kenne ich aus persönlichen Gesprächen mit den Vorständen und habe einen guten Überblick über Produktqualität, Marktposition und Bewertung dieser Unternehmen. Dieses Hintergrundwissen in Verbindung mit ausgeprägtem Bewertungs-Know how, umfangreicher Transaktionserfahrung und einem Gespür dafür, was Aktien bewegt, sind eine gute Basis für erfolgreiche Investmententscheidungen. Nicht zuletzt ist es meine Leidenschaft für die Aktienmärkte, die mich permanent noch neuen Ideen suchen lässt.

Haben Sie bei Aktien spezielle Vorlieben?

Ich liebe die ungeliebten Dinge. Wo ist bei einer Aktie, die schon jeder mag, noch das Potential? Aber wenn viele eine Aktie nicht mögen, umso eher besteht die Möglichkeit für einen Stimmungsumschwung. Um auf diese Aktien zu stoßen, muss man sich unabhängig von den Markttrends bewegen.

Ich halte wenig davon, aus der Makro-Sicht Schlussfolgerungen für einzelne Werte zu treffen. Dafür ist das „große Ganze“ viel zu komplex, unberechenbar und von viel zu vielen Faktoren beeinflusst. Deshalb praktiziere ich statt der „Top down“ lieber die „Bottom up“-Methode. Ich sammle viele einzelne Ideen und komme darüber zu einer Sichtweise, die ich permanent mit meinen Partnern abstimme.

Gibt es eine Philosophie, nach der sie bei der Aktienauswahl vorgehen?

Ich glaube nicht an die Effizienz der Märkte. Insbesondere im Bereich der Aktien kleiner und mittlerer Unternehmen treten häufig Ineffizienzen auf. Diese Momente, in denen der Preis nicht dem Wert entspricht, machen den Reiz dieser Assetklasse aus und sind unsere Existenzberechtigung.

Ein eindeutiges Wertverständnis vorausgesetzt, investieren wir gern dann, wenn wir eine klare Vorstellung davon haben, wann und aus welchen Gründen sich  die Einschätzung des Marktes zu einer Aktie verändern könnte. In Verbindung mit unserem aktiven Ansatz lassen sich so überdurchschnittliche Renditen bei kontrollierbarem Risiko erzielen. Laufen Positionen dennoch einmal gegen uns, so ist es wichtig, dieses zu akzeptieren und Verluste diszipliniert zu begrenzen. In dieser Hinsicht waren die beiden großen Crashs, die ich in meiner Laufbahn bereits erlebt habe, eine verdammt gute Schule.

Was ist Ihre besondere Aufgabe bei SPSW?

Ich bin sozusagen der „Chief Capital Markets Officer“. Das heißt: Ich bin es, der maßgeblich die Vorauswahl der Investments trifft, um sie mit meinen Partnern zu diskutieren. Gemeinsam führen wir dann die Vorstandsgespräche und analysieren die Unternehmen im Detail. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass seitens SPSW die Unternehmersicht immer berücksichtigt ist. Damit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht: Die Vorstände der Unternehmen merken dann schnell, dass wir kein 08/15-Investmentfonds sind, sondern uns auch für den Erfolg des Unternehmens engagieren.

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Die Vorstände der Unternehmen merken sehr schnell, dass wir kein 08/15-Investmentfonds sind, sondern uns auch für den Erfolg des Unternehmens engagieren.

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